Dienstag, 27. Dezember 2011

Nordkorea nach dem Tod Kim Jong Il

Nicht erst seit dem Tod des "Geliebten Herrschers" habe ich eine gewisse Affinität zu Nordkorea. Das die Weltöffentlichkeit, das der Weltbürger es seit Jahrzehnten ertragen kann, in seiner Mitte ein Volk zu haben, das einem solchen Leid ausgesetzt ist wie das nordkoreanische Volk. Das nichts ernsthaft unternommen wird, um diesen Menschen zu helfen, sich von der Unterdrückung durch ihre illegitimen Herrscher zu befreien lastet mir schon seit vielen Jahren auf der Seele und immer wieder versuche ich auch darüber zu schreiben.
Der Tod  Kim Jong Il öffnet jetzt ein kleines Zeitfenster, dass die Medienaufmerksamkeit auf dieses gebeutelte Volk lenkt, nur um von den Medien als lächerliche, heulend-kreischende Massen dargestellt zu werden und das Volk der Lächerlichkeit preiszugeben.
Ich glaube das dieses Massenheulen einzin und allein dem Umstand geschuldet ist, dass jeder in der Öffentlichkeit stehende Mensch Nordkoreas, gezwungen ist, eine Trauer zur Schau zu tragen, die ihm peinliche Befragungen bis hin zu Folter, Deportation und Tod erspart. Das Public-Moaning der Nordkoreaner ist nicht Zeichen der Lächerlichkeit sondern Zeichen einer unbeschreiblichen Angst jedes Einzelnen vor seiner Umwelt.

Auch diesen von mir sehr geschätzten Beitrag über Nordkorea sehe ich inzwischen ein wenig differenzierter und auch hier lese ich aus dem Verhalten der wenigen Nordkoreaner, mit denen das Journalistenteam Kontakt hatte, eine unbeschreibliche Angst.

Die Welt MUSS einen Weg finden, diesem Volk zu helfen.

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