Donnerstag, 2. Juli 2009

Burda, Urheberrecht und Trallala

Ich kann's nicht mehr hören!
Diese ewigen Ersatzdiskussionen.
Diese Kreativlosigkeit!

MAAAAAAN!

Dabei ist es so einfach:

So wie alles in der digitalisierbaren Welt kann auch Musik in Zukunft nicht mehr als fertiges Endprodukt auf den Markt gebracht werden, sondern bedarf eines ständigen updates, um sich auf dem Markt behaupten zu können.

Ein Musikstück bestehend aus dem Zusammenklang von Einzelinstrumenten und -stimmen, die alle auf jeweils eigenen Spuren aufgenommen, jederzeit aktualisierbar sind.
Im Einzelnen, als Gruppen oder als Gesamtkonzept.
Der Musiker als Produzent von Neuem wie auch als Verantwortlicher für die Überarbeitung, bzw. Aktualisierung seines Musikstücks.
Ein immerwährender Prozess.
Wer auf dem neusten Stand des künstlerischen Prozesses des Musiker bleiben möchte, muss 99 Cent (oder 1 Cent oder was auch immer) bezahlen, um sich das aktuelle Update zu besorgen. Die Produktion der Aktualisierung ist bei Weitem kostengünstiger als die Produktion eines komplett neuen Musikstücks.

Und bei Gott, es funktioniert. Da bin ich mir sicher!

Ich stelle mir die jugendlichen Endabnehmer auf dem Pausenhof vor.
Wer auf seinem Handy nicht die aktuelle Version des Hits hat, ist uncool, peinlich, nicht up to date!
Oder aber. Wer noch die Ur-Version auftreiben konnte, erhält Coolnesspunkte im Exotenbereich.
Und die vielen Kreativen unter den jungen oder auch nicht mehr ganz so jungen Menschen, schicken an den Musiker ihre Version, ihr selbsgebasteltes Update und wer weiß, vielleicht findet der Künstler das update derart cool, dass er es in seinen Downloadbereich einstellt.
Wenn dann das Update auf dem Pausenhof rumgeht.
Whow! Wie cool wäre das denn!

+best Ihr Herr Paul Heckmann

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