Samstag, 4. Juli 2009

29. Juni kurz vor Japan

(von Franz dem Seefahrer)
Ja, die haelfte ist geschafft. Mein Bergfest war hier am Freitag in Hong Kong.
Ab jetzt kann man Anfangen die Tage zu zaehlen.
Diese Woche war irgendwie seltsam. Der Kapitaen staenkert weiter rum. Bisher
haben wir um 08:00 Uhr angefangen zu arbeiten. Aber in den Arbeitszeiten hat der
2. Ing. fuer die Philipinos aber 06:00 Uhr Arbeitsbeginn eingetragen, damit die
Jungs auf ihre Ueberstunden kommen. Sie kriegen eh 103 Ueberstunden bezahlt egal
wie viel sie arbeiten. Aber es sieht auf dem Papier besser aus, wenn sie diese
Zeit tatsaechlich erreichen. Der Kapitaen will aber, dass die Stunden so
aufgeschrieben werden, wie gearbeitet wurde. Das hoert sich vieleicht total
logisch an. Aber wenn man weahrend seiner Wache Nachts einen Alarm hat wird das
nicht aufgeschrieben, wenn man mal eine Stunde laenger arbeitet wurde das bisher
auch nicht aufgeschrieben. Man hat einfach die Nullachtfuenfzehn Stunden
aufgeschrieben egal wie viel oder wie wenig gearbeitet wurde.
Bei der europaeischen besatzung das selbe. Da interessieren die Stunden
lediglich fuer die Steueren wegen der Nachtarbeit. Ansosnten werden die
ueberstunden Pauschal bezahlt. Daran rumzumeckern ist also lediglich seltsam.
Ansosnten ging es ganz schoen her. Am Mittwoch waren wir in Taiwan. Dort lagen
einige Arbeiten an der Hauptmaschine an. Es hat spass gemacht. Die
Maschinentruppe ist echt tuechtig. Da gehen selbst laengere Arbeiten flott
vorran.
In Yantian, China war dann mein grosser Hafen. Ich durfte endlich den ganzen
Muell abgeben und den Schrott verkaufen. Die Verhandlung hat der 2. Ing.
Uebernommen. Aber die Krise macht sich auch hier bemerkbar. Viel gab es nicht
und das was es gab wurde direkt vom Kapitaen eingesackt.
Der Muellmensch kahm aber erst kurz nach 21:00 Uhr. Das hiess fuer mich die
halbe Nacht Kran fahren.
In China haben sie die Gesundheitskontrollen Aufgrund der Schweinegrippe
verschaerft. So kahm, bevor wir in den Hafen eingelaufen sind ein Boot, mit
Gesundheitsinspektoren an Bord. Die haben die Koerpertemperatur der gesamten
Manschafft gemessen. Bei einem Offizier wurden 37,1 C gemessen. Das lag ueber
ihrem maximalwert. Selbst zahlreiche weitere Messungen, die unter 37 C lagen
konnten die Inspektoren nicht dazu evranlassen uns einlaufen zu lassen. Die drei
an Bord duerfen ja auch nichts entscheiden, so haben sie ihren Vorgesetzten
angerufen, der wiederum seinen Vorgestzten angerufen hat uns so weiter.
Wahrscheinlich waren wir schon in Peking, bis uns endlich jemand gestatten hat
einzulaufen. Bloss der Offizier musste auf seiner Kammer bleiben und durfte
keine Ladungswache gehen.
Bei einem der vielen nervigen Haendler habe ich mir eine Telefonkarte gekauft.
Mindestens 40 Minuten telefondauer nach Deutschland hat er mir versporchen. Ich
glaube ich bin auf gerade mal 20 gekommen.
Frueh am Morgen ging es dann wieder raus aus Yantian nach Hong Kong.
Dort kahm relativ viel Ausruestung und Proviant. Zuzueglich kahmen ein paar
Schweisser an Bord, die in den Laderaeumen ein paar Arbeiten durchgefuehrt
haben. Ich durfte also wieder schoen Kran fahren.
Und gegen 16:00 Uhr durfte ich dann an Land. Ich war mit dem 3.Ing. und der
Azubine unterwegs. Das Wetter war echt schlecht. Ich glaube hier ist gerade
Regensaison. Auf jeden Fall hat es staendig geschuettet.
Der Landgang war sehr verplannt. Der 3. wollte nur kurz zum Nightmarket, ich
wollte einfach etwas durch die Stadt laufen und die Azubine? Keine Ahnung was
die wollte. Auf jeden Fall sind wir mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren. Dort
gab es aber nicht viel. Nur viele Einkaufszentren und Laeden. In einem Zentrum
waren wir drinne. Es war echt riesig und seltsam angeordnet. Ich habe ziemlich
schnell die Orientierung verloren.
So sind wir sehr schnell wieder Richtung U-Bahn gelaufen um zum Nightmarket zu
fahren. Ich wollte laufen, wurde dann aber ueberstimmt. Als wir beim Nachtmarkt
angekommen sind, wurde dort noch aufgebaut. Einige Staenden hatten schon
geoeffnet aber es gab rein gar nichts interessantes.
Ich wollte jetzt ein nettes Restaurant suchen gehen. Dafuer sind wir nach Hong
Kong Island gefahren. Dort wo wir waren gibt es aber nur Hochhaeuser. Wir
wollten irgendwie zur Waterfront aber die haben wir nicht gefunden. Der 3.
Wollte zurueck und ich hatte auch keine Lust mehr planlos in der Stadt rum zu
irren. Wir waren also bei MC-Donalds etwas essen und sind dann zurueck zum
Schiff gefahren. Der ganze Ausflug war eine ganz schoene Enttauschung. Unter
einem Freitagabend in Hong Kong hatte ich mir wesentlich mehr versporchen. Aber
wahrscheinlich ist die Stadt einfach zu gross um auf den blauen Dunst los zu
fahren.
Zurueck auf dem Schiff habe ich mich auch schon schlafen gelegt. Noch in der
Nacht sollten wir auslaufen. Geweckt wurde ich um Mitternacht. Bei stroemendem
Regen, habe ich das Werkzeug von den Schweissern wieder mit den Kran vom Schiff
befoerdert.
Ein Matrose hat sich kurzfristig Entschieden nach Hause zu fliegen, deshalb
musste der Bootsmann Wache gehen und fiel deswegen zum Kran fahren aus.
Auf jeden Fall waren wir Endlich raus aus China.
Mittlerweile ist der 4. Juli und wir sind wieder auf dem Pazifik.
Mein Laptop ist kaputt, deshalb kann ich nur noch vom Buero aus schreiben.
In der vergangen Woche haben wir Japan und damit Asien hinter uns gelassen und
fahren wieder nach Amerika.
Dienstag waren wir in Kobe. Dort war wiede r viel an der Hauptmaschine zu tun.
Anlassluftventile, Schockabsorber und der Kopf von der Einspritzpumpe wurden
gewechselt. Ein paar Einspritzventile glaube ich auch.
Damit hatten wir genug zu tun um die Zeit bis zum Auslaufen zu ueberbruecken.
Na ja dann gibt es denn naechsten Landgang halt in Nagoja, dachte ich bis der 2.
Ing. Mittwochmorgen die Order gegeben hat zwei Schweroelseparatoren zu oeffnen.
Ich wollte ja Eigentlich auch nur in Tokyo an Land. Das sah bis zum Schluss auch
gut aus. Einer unserer Oeler hat dort eine Tante und weiss wie man schnell in
die Stadt kommt. Ich war quasi schon auf den Sprung, da wurde ich gebeten einen
Dichtring im Separator zu tauschen. Was ein schneller Job sein sollte hat ewig
gedauert, weil die passende Dichtung nicht auf dem Schiff ist. Dann ist auch
noch die Kolbenlenzpumpe ausgefallen. Die wurde aber benoetigt, weil Aufgrund
des starken regens die Laderaume voll mit Wasser waren.
Ich habe nach dem Mittag aber noch Hoffnug gesehen vom Schiff runter zu kommen.
Was soll ich sagen, es hat auch dann nicht geklappt. Seamannslife.
Das Fleissbienchen habe ich mir diese Woche auf jeden Fall verdient.
Gestern haben wir bei einem Hilfsdiesel einen Zylinderdeckel geoeffnet. Eine
wirklich schoene Aufgabe. Zwischendurch musste ich aber immer wieder Weg um
entweder eine Dampleckage im Pumpenraum zu beseitigen, leckende
Hydraulikleitungen nachzuziehen oder tropfende Wasserhaene auszutauschen.
Jetzt ist aber Samstag und vor mir liegen zwei Sonntage. Wir ueberschreiten
wieder die Datumsgrenze.
Ich wuensche also ein schoenes langes Wochenende
Franz

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