Dienstag, 2. Juni 2009

Franz ist jetzt ausgebildeter Schiffsmechaniker

Hallo,
Die vergangen Woche war intensiv und anstrengend. Da war es gut, dass es nach
dem Sonntag heute einen weiteren Tag gab an dem nur bis zum Mittag gearbeitet
wurde.
Es ging gleich am Montag los, wo wir in Savannah eingelaufen sind. An diesem Tag
war in den USA Memorial Day. Ein Feiertag, an dem den gefallen Soldaten aller
amerikanischen Schlachten und Kriege gedacht wurde.
Schon an der Strandpromenade des Virginia Beaches habe ich alle 20 Meter Tafeln
gesehen auf denen, die Geschichte je einer bedeutenden Schlacht erzählt wurde.
Jetzt hatten wir hier in Savannah die Befürchtung, dass die Geschäfte und
Restaurants geschlossen haben. Aber Wal Mart hat ja selbst über Weihnachten 24
Stunden geöffnet und die Restaurants hatten wahrscheinlich gerade wegen des
Feiertags geöffnet.
Zuerst ging es also mit dem Koch und dem 2.Ing obligatorisch zu Wal Mart. Wir
haben einige frische Nahrungsmittel für das Schiff und Margarithamixturen und
Süßigkeiten gekauft.
Die Einkäufe haben wir dann schnell zum Schiff gebracht. Mit dem 2. Ing bin ich
dann weiter in die Stadt gefahren. Dort  haben schon der 2.Offizier und  die
Azubine in einem Café gewartet.
Während der Fahrt hat uns die Fahrerin mitgeteilt, dass sie früher einmal
schwerst Cracksüchtig war. Sie hat kaum was gewogen, was man ihr jetzt nicht
mehr ansieht. Mit etwas Stolz hat sie noch erzählt, dass sie die einzige weiße
Crackdealerin in ganz Savannah war. Aber seit dem sie ein paar Jahre gesessen
hatte ist sie clean. Einen guten Teil ihres Verstandes muss sie aber eingebüßt
haben.
Denn der 2. Offizier musste zurück zum Schiff, da seine Wache bald begann. Wir
sagten der Fahrerin, dass sie bitte auf ihn warten möchte. Wir steigen aus,
gehen zu dem Café, er geht zurück zur Straße und sie ist weg. Er wartet und ruft
sie letzten Endes auch an. Sie musste plötzlich zum Flughafen. Er sollte 30
Minuten warten. Ich glaube er hat dann ein anderes Taxi genommen.
Jetzt nur noch zu dritt haben wir einen sehr schlechten Margaritha in diesem
Café getrunken. Bei der Hitze war es trotzdem erfrischend. Das Abendessen, gab
es dann in einem besseren MC Donalds. Dieses Restaurant war aber bekannt dafür
die besten Burger an der gesamten Ostküste zu machen. Ich fand sie jetzt nicht
so übermäßig lecker aber egal.
Gestärkt sind wir dann zur Waterfront gelaufen.  Es war nicht viel los. Wir sind
in eine Bar gegangen die damit wirbt, dass sie das kühlste und billigste Bier
der Stadt hat. Wir sind aber bei Margharitas geblieben.
Irgendwann schaue ich nach links und sehe ein Mädel, die unsere Azubine
anquatscht und ihr Shots ausgibt. Der 2. Meinte nur dass die Azubine ein
richtiger Seemann sei, da sie die Frauen in den Bars abschleppt. Aber Danielle
so hieß die gute war aber sehr unterhaltsam. Sie war bei Freunden zu Besuch und
kommt Eigentlich aus Michigan. Ihre Freunde wollten aber schon um 20:00 Uhr nach
Hause gehen. Langweiler. Danach war der Abend mehr oder weniger gelaufen. Bis
21:00 Uhr sind wir noch in der Stadt geblieben aber dann mussten wir auch wieder
zurück. Nach einer kleinen Nachbesprechung des Abends in der Bar musste ich dann
auch zum Auslaufen auf Station.
Dienstag ging es dann los. Im Pumpenraum leckte eine Dampfleitung. Und das
mitten in der Karibik. Der Pumpenraum befindet sich recht weit vorne ganz unten
im Laderaum. Dort befinden sich die großen Schwerölpumpen und viele Dampfventile
und Leitungen. Unsere war natürlich ganz hinten. Jetzt herrschten in diesem Raum
optimale Saunabedingungen. Es waren mindestens 60°C bei einer Luftfeuchtigkeit,
die an die 99% ging. Das Wasser stand Knöchelhoch. Optimale Bedingungen um sich
total zu verrenken um vier total vergammelte Schrauben zu lösen. An diese
Schrauben kahm man mit keinem Werkzeug ran. Es hat Stunden gedauert bis das
leckende Stück abgebaut war. Nebenbei haben wir das Wasser aus dem Raum gepumpt.
Kurz vor Feierabend war dann endlich alles trocken gewischt und repariert.
Leider hat das reparieren nicht so ganz hingehauen.
Also ging derselbe Spaß am Mittwoch von vorne los. Dieses Mal ging es aber ganz
schnell und zum Mittag waren wir fertig. Wir hatten dieses Mal nur das Problem,
dass das Wasser ölig war. So konnten wir es nicht wie am Dienstag in den
Laderaum pumpen. Abgefüllt in 20l Kanister haben wir es dann hoch geschleppt und
in die Bilge des Maschinenraums geschüttet.
Abends gab es dann noch eine kleine nette Cocktailparty.
Am Donnerstag und am Freitag war ich hauptsächlich an Deck unterwegs und habe
dort ein wenig rumgeschweißt. An Deck geht es mit den Temperaturen immer noch.
Gerade wenn der Wind ein wenig bläst.
Unsere Klimaanlage funktioniert nämlich nicht so ganz. SO kann man Nachts kaum
schlafen weil es so warm ist.
Freitag sind wir schon in Manzanillo, Panama angekommen. Die Philipinos waren
schon alles ganz aufgeregt.  Dieser Hafen ist für zwei Bars bekannt. Olympia und
Icepalaz. Dort tummel sich halt viele Frauen. Obwohl die Liegezeit Eigentlich
gepasst hätte war glaube ich niemand von unserer Crew dort. Ich war kurz in der
Seemannsmission, die gleich am Hafen ist.
Das Auslaufen begann kurz vor Mitternacht. Aber die Panamesen haben ihre
Container nicht sortiert gekriegt. Zum Ende mussten sie noch etwas umstauen. Das
hat bestimmt ne Stunde gedauert. Dann sitzt man auf Station und wartet weil
keine was Genaues weiß. Ich habe mich neben meine Windencontroller gelegt und
geschlafen.
Gegen 02:00 Uhr morgens war ich wieder im Bett. Drei Stunden später klingelte
der Wecker für die erste Panamaschleuse. Bis auf die Uhrzeit war es Eigentlich
ganz entspannt. Es kahmen zwölf Arbeiter auf die Manöverstation und ich musste
nur ein wenig Winden fahren als die Lokomotiven, die einen durch die Schleusen
führen festgemacht wurden.
Nachmittag bei den Schleusen auf der Pazifikseite hat sich das Prozedere noch
einmal wiederholt. Als hier die Lokomotiven fest waren habe ich mich aber für
eine halbe Stunde neben meine Controller gepackt und habe ein Mittagschläfchen
gehalten.
Am Sonntag war dann das große Grillfest. Zum Mittag ging es los. Nach der ersten
Grillrunde starteten dann die Pazifik-Games. In drei Disziplinen wurden die
besten Crewmitglieder ermittelt. Freiwürfe beim Basketball, Kicker und
Tischtennis. Beim Kickern und Tischtennis musste man mit einem Partner antreten
der ausgelost wurde. Leider war meiner schon total voll so bin ich in keiner
Disziplin sonderlich weit gekommen. Es war trotzdem sehr lustig.
Abends wurde dann nochmal gegrillt aber ich war noch vollgefressen vom Mittag.
Heute war dann Zeit um etwas auszuspannen, dachte ich. Gegen 09:00 Uhr ist eine
Leitung beim Turbolader gerissen. Also anhalten, Leitung schweißen und
weiterfahren. Nichts Hochdramatisches aber sowas an einem Feiertag ist nicht
schön.
Am Nachmittag habe ich dann noch ein wenig Basketball gespielt, bin Schwimmen
gegangen und habe einen Film geschaut. Wenn jeder Montag nur so wär.
Jetzt ist es aber schon spät. Ich wünsche noch eine schöne Woche und eine gute
Nacht.

Franz

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