Freitag, 6. März 2009

Thomas aus der JVA Bruchsal

Keine Freilassung für Meyer-Falk !?

Thomas Meyer-Falk

Vor bald einem Jahr berichtete über das Verfahren zur "vorzeitigen"
Freilassung aus der Haft, betreffend meiner Person
(http://de.indymedia.org/2008/05/218770.shtml). Hier nun ein Zwischenfazit.

Im Dezember 2008 besuchte mich der von Gericht bestellte Sachverständige
Professor Dr. Foerster (Universität Tübingen) und unterhielt sich zwei
Stunden mit mir. Sein schriftliches Gutachten vom 19.01.2009 führte
dazu, daß ich ihn wegen Besorgnis der Befangenheit zwischenzeitlich
abgelehnt habe. Über diesen Antrag entscheidet nun das Landgericht
Karlsruhe (wobei im Falle der Zurückweisung des Antrags Beschwerde zum
OLG möglich ist).

Foerster führt in seiner Zusammenfassung aus, daß "die Risikofaktoren
überwiegen" würden. Ich bedürfe therapeutischer Behandlung, erst in der
JVA Bruchsal. Hier als Vorbereitung für eine sich anschließende
langjährige Sozialtherapie in einer anderen Vollzugsanstalt welche
nämlich über eine entsprechende sozialtherapeutische Abteilung verfüge.

Ohne dies näher zu begründen, geht der Sachverständige davon aus, daß
eine ausgeprägte narzisstische Persönlichkeitsstörung vorliege.
Erforderlich sein eine "Aufarbeitung der Taten", auch bedingt durch die
lange Einzelhaft (ich saß knapp 11 Jahre in Isolationshaft) sei
"Gruppenerfahrung" von Bedeutung und die "Förderung der sozialen
Kompetenz, Gefühle zulassen können", sowie adäquater Umgang mit Konflikten.

Staatsanwältin Arnold aus Mannheim erwiderte auf das Gutachten ich sei
"offenbar nicht bereit, (mich) dem Gutachter offen mitzuteilen" und es
bedürfe eines breit gefächerten Behandlungsprogrammes, um mir "soziales
Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln, das den verurteilten in die
Lage versetzt, ein straffreies Leben führen zu können.". Und
Staatsanwalt Külker aus Heilbronn begehrt die Verwerfung meines
Befangenheitsgesuchs. Mit intellektueller Brillanz kommt er zu der
Erkenntnis "Der Verurteilte ist offensichtlich inhaltlich mit dem
Ergebnis der Begutachtung nicht zufrieden."

Unabhängig von Inhalt und Ergebnis des Gutachtens ist festzustellen, daß
nach aktuellen Untersuchungen (Michael ALEX in "Nachträglich
Sicherheitsverwahrung - eine empirische erste Bilanz", Universität
Bremen) psychiatrische Sachverständige viel zu vielen Gefangenen, bzw.
Verwahrten eine "Gefährlichkeit" attestieren. Alex vermutet, daß alleine
bei den derzeit 435 Sicherheitsverwahrten 360, also über 80% zu Unrecht
verwahrt werden.

Vor Jahrzehnten war es in Mode durch neurologische Eingriffe ins Gehirn
(stereotaktische Operation) "Verbrecher" vermeintlich "heilen" zu
wollen; heute geht man subtiler vor. Seinerzeit konnte sich ein
Gefangener noch physisch wehren, auch wenn er dann gewaltsam fixiert
wurde. Er hatte zumindest eine Möglichkeit aktiv zu handeln und sich zu
widersetzen; der Operateur pfuschte dann im Gehirn herum. Heute aber
soll der Gefangene bitteschön gleich selbst mitwirken an der eigenen
Wesensveränderung. Die Gefangenen sollen alles über Bord werfen, was
Gutachter, Justiz, Psychiater, Psychologen für hinderlich halten. So wie
der Hund dem Stöckchen nachrennt, soll der Inhaftierte dem Stöckchen
nachhecheln. Wer kennt nicht das Spiel mit Hunden, wenn man nur so tut
als hätte man ein Stöckchen geworfen - der Hund hetzt dennoch los. Und
genau so ergeht es auch vielen Gefangenen - die Justiz wirft nicht
einmal ein Stöckchen und trotzdem hechelt ein Großteil der Gefangenen los.

Ich lehne diese "Spielchen" ab; in der Konsequenz bedeutet dies, daß
aktuell und auf die nächsten Jahre die Gerichte eine Freilassung
verweigern werden.

Das Ziel ist immer die Freiheit - aber entscheidend ist der Weg dahin.

Thomas Meyer-Falk, z.Zt. JVA-Z. 3113, Schönbornstr. 32, D-76646 Bruchsal

Homepage: http://www.freedom-for-thomas.de

Blog: http://www.freedomforthomas.wordpress.com

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