Sonntag, 21. September 2008

Franz mal wieder unterwegs

Aber ich versuche die paar schreibenswerten Dinge mal zusammen zu fassen. Wie
schon erwähnt die Atlantiküberfahrt war ruhig. Meinen polnischen Vorgesetzten
ist es mehr oder weniger egal was der Schiffsmechaniker und ich machen. Wir
hatten bis jetzt einige kleinerer Jobs, die wir inzwischen nach und nach
abgearbeitet haben. So habe ich in der Bar die Schiffsglocke montiert. Das ist
insofern erwähnenswert, da die Glocke aus massiven Messing und daher sehr schwer
ist Im Prinzip haben wir eine Stahlplatte mit dreißig Nieten in der Wand
verankert. An der Platte wiederum hängt die Glocke.
Dann habe ich noch einen Ständer für die Hanteln im Sportraum gebaut. Neben ein
bisschen Schweißen an Deck, Fäkalienanlage saubermachen und Müllpressen wars das
auch schon.
Dieses Mal hatte ich sehr viel Zeit in New York. Wir sind am frühen Morgen
eingelaufen und haben etwas mehr als 24 Stunden gelegen. Vor dem Landgang sollte
ich bloß noch eine Waschmaschine installieren. Das habe ich zwar etwas schlampig
gemacht, dafür war ich um 10:00 Uhr in Manhattan. Dieses Mal haben wir in einem
Terminal auf Staten Island gelegen. Von dort fährt man nur kurz mit dem Taxi zur
Staten Island Fähre und ist 20 Minuten späte an der Südspitze Manhattans. Dieses
mal wollte ich mir Ground Zero anschauen. Aber ich habe nur eine riesige
Baustelle vorgefunden. Man sieht noch nichts vom kommenden Gebäude. Ein paar
Gedenktafeln in der Nähe haben an den Terroranschlag erinnert. Den ganzen Tag
noch vor mir bin ich Richtung Central Park gelaufen, durch Chinatown, East
Village und Little Italy. Die letzten beiden Viertel haben mir sehr gut
gefallen. Es war ruhiger als im Zentrum und es gab viele kleine Cafés und Bars.
Ich war mit dem Schiffsmechaniker unterwegs und wir wollten uns mal anschauen ob
es eine Waterfront gibt. Also ging es an der Westseite der Insel zum Wasser. Wir
wurden enttäuscht. Am Wasser war lediglich eine Schnellstraße. Also ging es
weiter zum Central Park, dort haben wir das exzellente Wetter genossen. Nach dem
obligatorischen Eis bei Cold Stone und dem Besuch in dem Hawaiianischen
Restaurant ging es mit dem Taxi durchs inzwischen nächtliche New York wieder zur
Fähre.
Hier wollten wir wieder in ein Taxi einsteigen, gefunden haben wir aber nur
einen Privatwagen, dessen Fahrer uns auch zum Hafen fahren wollte. Er hatte noch
einen Fahrgast im Auto.
Ich hatte mit solch einer Aktion schon mal eine schlechte Erfahrung gemacht.
Nämlich als sich der Fahrer irgendwann während der Fahrt umgedreht hat um zu
fragen ob ich weiß wo es langgeht. Dieser Fahrer jedenfalls hat versichert, dass
er den Weg kennt. Den Preis den er verlangt hat war allerdings mehr als 10 $
höher als der den wir auf der Hinfahrt bezahlt haben. Etwas mulmig wurde mir,
als der Fahrer von der Straße, die wir gekommen waren abbog um in eine ziemlich
heruntergekommene Gegend zu fahren. Auf unserer Straße wurde gebaut, deshalb der
Umweg.
Wie auch immer. New York war mal wieder toll. In Norfolk am Mittwoch ging es
nicht an Land, weil mir keine Bescheid gesagt hat, dass der Seemannspastor in
die Stadt fährt. Als ich nach der Mittagspause in die Maschine kam, musste ich
feststellen, dass fast alle an Land waren. Da ich keine Aufgaben hatte und erst
mal nichts anstand habe ich bis zum Kaffe pausiert.
Abends kam die Ablöseliste hier an. Auf der nächsten Reise werde ich den
Schiffsmechaniker ersetzen. Das ist für mich kein Problem, weil ich erstens gut
eingearbeitet bin und zweitens, weil der SM auf diesem Schiff außer Müll pressen
nicht viel machen muss.
Die Schiffsführung macht daraus einen riesigen Aufstand, so kommen die jetzt
ständig an und wollen mir was beibringen. Zum Beispiel wie unser Kran
funktioniert. Wir haben hier einen Monorail, der neben hoch/runter, Back/
Steuerbor und Aus und An nicht mehr kann. Ich lasse es über mich ergehen und
nicke ab. Eigentlich ist es nur zum Lachen. Dafür bin ich jetzt beim Ein und
Auslaufen auf der vorderen Station und darf alleine die Winden fahren.
Wie auch immer so machen wir wenigstens nochmal einen Separator auf. Die Modelle
hier kenne ich gar nicht, dass ist also nochmal ganz lehrreich.
Auf dem Weg nach Charleston wurden wir mit hervorragendem Sommerwetter verwöhnt.
Da es trotz allem noch ruhig zugeht konnte ich Gestern und heute einige Zeit an
Deck verbringen.
Heute war ich in Charleston nochmal einkaufen. Der riesige Wal Mart ist ja auch
keine Neuheit mehr. Auf jeden Fall bin jetzt wieder voll versorgt mit Süß kram
aller Arten.
Von den ganzen Hurrikanen, die gerade so unterwegs sind habe ich bis auf einen
Tag nichts mitbekommen. Der eine Tag war dafür heftig. Glücklicherweise war es
am Sonntag, so konnte ich den ganzen Tag im Bett bleiben und konnte mir somit
das Elend ersparen.
Jetzt freue ich mich auf eine hoffentlich ruhige Überfahrt zurück nach Europa.
Es ist schon wieder Sonntag und ich möchte noch kurz erwähnen, dass Gestern
unsere Grillparty war. Auf diesem Schiff ist der SM für den Aufbau
verantwortlich. Also wurden vormittags Tische aufgebaut und ab 11:00 Uhr das
Schwein gegrillt. Einer muss ja immer drehen, damit es gleichmäßig gegrillt
wird. Der gestrige Tag hatte was von Urlaub. Zumal der Swimming pool hier auf
dem Grilldeck ist also wenn die Hitze nicht mehr auszuhalten war ist man kurz in
den Pool gesprungen.
Sehr lange ging die Party aber nicht. Nach dem Essen sind die meisten wieder
verschwunden und sind erst nach Sonnenuntergang wieder aufgetaucht. Die
Philippinos mögen die Sonne nicht. Wo wir uns auf Teufel komm raus bräunen,
versuchen die so blass wie möglich zu werden. Also selbst in der größten
Mittagshitze sind sie langärmlich angezogen und im Gesicht voll vermummt. Ich
bin kurz vor 23:00 Uhr abgehauen. Und habe versucht zu schlafen, was bei
Vollmond und den Temperaturne gar nicht so leicht ist.
Also einen schönen Sonntag.

Franz

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