Dienstag, 2. September 2008

Franz der Seefahrer auf Tour Hamburg - New York - Hamburg

Atlantischer Ozean 01.09.08
Hallo,
Seit fast einer Woche bin ich wieder unterwegs. Das kam für mich etwas
plötzlich. Ursprünglich sollte ich erst letzten Freitag in Hamburg einsteigen.
Die Verspätung Eingerechnet bin ich innerlich von Samstag oder sogar Sonntag
ausgegangen. Aber am vergangenen Montag habe ich im Internet nachgeschaut und
dort stand, dass mein Schiff schon am Mittwoch in Hamburg einlaufen sollte.
Etwas Offizielles zu meinem nunmehr letzten Bordeinsatz hatte ich bis dahin noch
nicht gehört. Na ja ich rufe bei der Firma an und versuche mich zu erkundigen.
Aber die Ausbildungstante, die erst seit kurzen dabei ist war im Urlaub und ihre
Vertretung hatte keine Ahnung wann es bei mir los gehen sollte. Letztendlich hat
sich dann herausgestellt, dass ich am Mittwoch einsteigen soll. Das Schiff
wusste bis dahin noch gar nicht dass ich komme. Meine Aufmerksamkeit und die
Schlamperei der Personalabteilung hat mir wohl ein Bienchen in meiner
Personalakte eingebracht. Super.
Mein Weg nach Hamburg war auch sehr abenteuerlich. Bei Leipzig hatte sich ein
Mensch vor die Gleise geworfen. Deshalb hatten alle Züge in Richtung Hamburg
mehrere Stunden Verspätung. Aber über einen Freund der schon an Bord war, konnte
ich den Kapitän über meine Verspätung benachrichtigen, weshalb es auch keinen
Ärger gab. Drei Stunden nachdem ich auf dem Kahn angekommen bin ging es dann
auch schon los in Richtung Le Havre.
Ich bin der einzige Azubi an Bord, fahre aber mit einem noch sehr jungen
Schiffsmechaniker, der sich hier während seiner Semesterferien etwas Geld
verdient. Wir kommen ganz gut miteinander klar. In den letzten Tagen habe ich
auch ausschließlich mit ihm gearbeitet. Ich denke, dass wird vorerst auch so
bleiben. Viel u tun gab es bisher ja noch nicht.
Wir haben die Bestellung ausgepackt und eingestort sowie die Müllberge gepresst.
Was etwas abenteuerlich war beziehungsweise ist. Wir haben hier eine kleine
Müllpresse, die den Müll in kleine handliche Quader presst. Die speziellen
Müllbeutel dafür sind uns aber ausgegangen. Da war unser Improvisationstalent
gefragt. Die Beutel kommen aus Finnland, sind also nicht so einfach zu
bestellen. Erst haben wir die Presse von innen mit Klarsichtfolie ausgekleidet.
Was den Effekt hatte, dass uns beim herausnehmen des Mülls alles entgegen
gekommen ist. Mittlerweile haben wir es perfektioniert aus zwei herkömmlichen
Müllbeutel einen großen zu fabrizieren. Aber der Kapitän weiß auch schon von
unserem Notstand weswegen wohl in New York Originalbeutel kommen sollen. Mal
schauen.
Das Schiff unterscheidet sich von allen anderen, auf denen ich bisher gefahren
bin. Die Maschinen und Aggregate sind alle von anderen Herstellern, als ich sie
kenne. Der Grundaufbau ist zwar immer derselbe aber ansonsten ist alles anders.
Das kann ganz lehrreich werden aber von dem was ich so gehört habe halten die
Ings. Hier nicht so viel von Instandhaltung und Routinearbeiten, ich muss also
warten bis was kaputt geht. Was wohl nicht so oft der Fall ist.
Die Reise verspricht bisher zu mindestens beschaulich zu werden. So richtig
scheint sich hier keiner für mich zu interessieren. So lange ich mich also
selbst beschäftige ist alles in Ordnung. Ich werde mich aber bald an den 3. Ing.
hängen der wohl sehr kompetent ist. Ich kenne auf diesem Schiff schon viele der
Philippinos. Von denen, die ich kenne weiß ich dass sie was drauf haben. Der
Rest macht auch einen ganz guten Eindruck. Der 1. Offizier, ein deutscher ist
mein Ausbildungsbeauftragter. Er ist noch nicht allzu lange 1.er. Er ist aber
ganz witzig. Der Kapitän ist auch ganz freundlich. Der Chief und der 2. Ing.
sind Polen, die na ja richtig arbeiten habe ich sie noch nicht gesehen. Na ja
das habe ich hier bisher auch noch nicht richtig getan.
Die Route ist dieses Mal nicht so spannend um nicht langweilig zu sagen. Von
Hamburg ging es nach Le Havre und von dort über South Hampton in England nach
New York. Dann Norfolk, Charleston, Rotterdam und wieder Hamburg. Den Spaß mache
ich zweimal mit.
New York ist der einzig Interessante Hafen. Le Havre lohnt sich überhaupt nicht.
Ich war jetzt zum zweiten Mal dort an Land. Aber viel mehr als in der
Seemannsmission ins Internet zu gehen kann man in dieser Stadt nicht machen. In
Southhampton lagen wir jetzt ein wenig ungünstig. Man hätte zum Feiern in
Zentrum fahren können. Ich habe es aber gelassen.
Wie auch immer viel lässt sich jetzt noch nicht sagen. Aber ich denke mal der
Spaß wird nicht zu kurz kommen, die Arbeit vielleicht schon. Aber was soll man
machen wenn es wenig zu tun gibt. *klopf klopf klopf*
Bloß mit den Arbeitszeiten ist es dieses mal etwas anstrengender. Ich fange
wieder um 06:00 Uhr an weswegen ich mich auch jetzt aufs Ohr haue.
Also einen schönen Start in die Woche.

Franz

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