Mittwoch, 28. Mai 2008

Franz auf den Weltmeeren im Mai 2008

Japan, 27. Mai 2008

In der letzten Woche sind wir über den Pazifik geheizt. Die Überfahrt war sehr
ruhig. Etwas neblig und sehr kaltzwar aber wir hatten kaum Wellengang. Die
Wassertemperaturen lagen immer so um die 1° oder 2° C. Die Lufttemperatur lag
auch nur unwesentlich höher. Wir sind einen Großkreis gefahren, der uns an den
Aleuten vorbei geführt hat. Na ja am Mittwoch konnte man in der Ferne
Schneebedeckte Gipfel sehen. Das war es aber auch schon.
Innerhalb der letzten drei Tage ist das Klima wieder warm geworden. Schon
Sonntagabend sind wir in Yokohama eingelaufen. Es war Sonntagvormittag und wir
haben bis Abends gelegen. Eigentlich die optimale Zeit für einen Landgang. Aber
die Zwischenböden und er Spülluftkanal der Hauptmaschine sollten gereinigt
werden. Es hat sowieso geregnet. Egal.
Den ganzen Sonntag habe ich also mit reinigen verbracht. Die Zwischenböden
gingen noch aber der Spülluftkanal war brutal. Da drinnen herrschen optimal
Saunabedingungen. Dazu kommt der ganze Dreck. Bis 15:00 war die gesamte
Maschinencrew da drinnen zu gange. Danach hatte ich keine Lust mehr um noch an
Land zu gehen.
Gestern Mittag ging es nach Kobe. Das Wetter war endlich wieder warm und sonnig.
Aber es war relativ dunstig, deswegen hat man nicht viel gesehen. Bloß die
Konturen der Berge in der Ferne. Und natürlich rötliche Chemikalien im Wasser.
Ich hatte die Gewässer hier nicht so dreckig in Erinnerung. Wie auch immer. Als
wir fest waren, hatten wir zwei Azubis die Wahl an Land zu gehen oder
Rettungsboot zu fahren. Die Antwort fiel ganz klar auf letzteres. Leider sind
wir nicht gefallen, sondern wurden mit dem Kran ausgesetzt. Es war trotzdem
lustig. Nach dem Manöver war es schon spät und für um 04:00 Uhr war auslaufen
angesetzt. Und eine Stunde früher musste ich die Maschine klar machen. Das ist
auch nicht wirklich spannend. Ein paar Ventile bewegen, etwas vorschmieren.
Während des Auslaufens bin ich wie in Yokohama auch unten gewesen und habe auf
Anweisung der Ings. Hilfsaggregate an oder abgeschaltet. Während der Manöver
Fahrten in der Maschine zu sein hat den absoluten Vorteil, dass man
zwischendurch in Ruhe was trinken kann oder auch mal ein paar Minuten sitzen
kann. Dafür sieht und macht man das, was man sowieso immer sieht und tut.
Na ja dafür durfte ich nachdem Auslaufen erstmal ausscheiden, bevor ich um 12:00
zum ersten Mal alleine Wache gehen werde. Dadurch habe ich das absolute
Highlight mal wieder verpennt. Die Abgasturbine ist uns um die Ohren geflogen.
Die Sollte zwar in Hong Kong ausgetauscht werden aber trotzdem bedeutet sowas
immer stress. Ich war leider nicht unten es muss aber ganz gut gerumst haben.
Die vergangene Woche stand ganz im Sinne der Maschinenwache war also absolut
monoton
Jeden Tag habe ich von 0600 bis 0730 zig Tanks gepeilt. Nach dem Frühstück habe
ich bis zur Kaffepause die Turbolader der Hauptmaschine gewaschen, das
Boilerwasser auf den Nitratwert und PH Wert getestet , den Schornstein entrußt
und na ja geschaut, dass alles seinen gewohnte Gang in der Maschine geht. Nach
der Pause habe ich das Maschinenlogbuch geschrieben und Zählerwerte abgetippt.
Nach dem Mittag hatte ich dann quasi nichts mehr zu tun außer rumlaufen und na
ja schauen dass alles läuft. Hier und da konnte man Tanks auffüllen oder an
Ventilen rumspielen. So richtig erfüllend ist das nicht. Ab und zu kam zwar ein
Alarm, den man dann behoben hat, was ein ganz gutes Gefühl ist. Aber
Maschinenwache hat etwas von Feuerwehr. Wenn es ruhig ist, ist das prinzipiell
ein sehr gutes Zeichen, denn dann funktioniert alles. Aber wenn es viele Alarme
gibt, macht es Spaß und die Zeit vergeht schnell. Ich will mal nichts herauf
beschwören. Eine explodierende Abgasturbine reicht ja auch erstmal für eine
Weile
Donnerstag laufen wir in Yantian, China ein. Dort geben wir unseren ganzen Müll
ab. Vielleicht kann man da abends noch ein paar Shrimps essen gehen. Aber es
dürfte zu spät werden um nochmal vom Kahn runter zu kommen.
In Hong Kong am Freitag ist dann stress pur. Ein großer Teil der Crew wechselt
und es stehen richtig viele Arbeiten an. Unter anderem die Abgasturbine. Schade
auf Hong Kong hätte ich richtig Lust gehabt. Aber mal schauen was sich da noch
ergibt.
Also viele Grüße aus Asien
Franz

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