Freitag, 31. August 2007

Nach Katrin Bauernfeind: Auch Sven Dietrich gelingt der Medienbruchsprung


Hamburg-Berlin-Blogger Sven Dietrich hat den Sprung aus seinem Blog in ein Stadmagazin geschaft. HIER lesen.

Donnerstag, 30. August 2007

Großartig: The Simpsons goes Starwars (via Spreeblick)

Sonja auf Wanderschaft

Nimen hao - Guten Tag auf chinesisch, ihr seht ich hab geübt ;)

weitere 4 Wochen China live sind vergangen, wir haben viel erlebt, gesehen und Neues erfahren.


Shenyang geht scheinbar schon auf den Herbst zu - es regnet jetzt sehr viel öfters und auch länger. Dabei wird meist der gesamte Verkehr lahmgelegt, da die Kanalisation nicht genug Kapazitäten hat und die Strassen stundenlang unter Wasser stehen. Aber keinen störts - man zieht dann einfach Badelatschen oder Gummistiefel an und durch - Fahrräder und Autos versuchens auch, mehr oder weniger erfolgreich.
Paul hatte letztes Wochenende einen Workshop mit seiner ganzen Abteilung und scheinbar jede Menge Spass mit Karaoke, Beachvolleyball, Wasserpistolen und Feuerwerk am Meer (nur 1,5 Autostunden von Shenyang entfernt!).




Mein Chinesischsommerkurs ging leider viel zu schnell vorbei. Dafür nehme ich jetzt zusammen mit Susanne (auch eine Schwangere - ist hier ansteckend :) dreimal die Woche Privatunterricht. Und ich muss sagen: es geht voran! Ich kann mich schon mit den Hotelputzfrauen verständigen und auch ein paar Sätze mit unserer zukünftigen Ayi (Kinder- und Putzfrau) wechseln. Sonst sind die Tage ausgefüllt mit Sport (Badminton und Yoga - Paul spielt neuerdings Sqash), Shenyang und seine Märkte entdecken und Führerschein machen. Jaaa, Paul und ich (wobei sich letztere nicht ganz sicher ist) wollen uns hier auf die Strasse trauen. Aber da wir uns entschieden haben, nicht die Beamten zu schmieren (und wie einige andere monatelang auf den Führerschein zu warten), müssen wir ersteinmal die Prüfung bestehen.



Früher war alles einfacher: da gabs die Prüfung nur auf chinesisch und daher hatte man einen Übersetzer dabei, der einem zufällig auch gleich die korrekten Antworten mitgeliefert hat. Inzwischen wurden die Fragen mehr schlecht als recht ins Deutsche übersetzt und man muss erstmal erraten, was gemeint ist, da die Fragen erst völlig falsch ins Englische und dann noch ins Deutsche übersetzt wurden. Aber es sind ja nur 700. Also habe ich mich hingesetzt, alles durchgearbeitet und die wirklich unverständlichen oder sogar falschen Antworten rausgefiltert, so dass wir sie lernen können. Letzte Woche waren wir schon zur "physical examination" und mussten zeigen dass wir einigermaßen sehen können und 10 Finger haben ;) In 2 Wochen ist dann der Test - also bitte Daumendrücken....
Unsere Möbelbeschaffungsmassnahme ist nun auch fast beendet - jetzt fehlt nur noch die Flureinrichtung und das KINDERzimmer :))) Tipps von erfahrenen Eltern, worauf man achten soll, sind willkommen...

Ende Juli haben wir mit einem anderen Pärchen zusammen einen Ausflug nach Benxi in Chinas größte Tropfsteinhöhle gemacht:





Die Höhlen bergen einen unterirdischen See, so dass man mit Booten durchgefahren werden kann. Gegen die Kälte (bestimmt 25 Grad Temperaturunterschied) gabs am Eingang dicke Daunenanoraks - waren auch nötig. Und dann gings los: 30min vorbei an bizarren Tropfsteinformationen. Die meisten mit Namensschildern bestückt. Da sind die Chinesen ja sehr kreativ: von betender Buddha über Lotusblüten bis Snowy Montains ... Damit es nicht so eintönig ausschaut, wurden die Felsen mit Lichtern in allen Farben des Regenbogens angestrahlt. Wieder raus aus der Höhle haben wir uns bei einem Spaziergang duch den wunderschön angelegten Park von der Sonne bescheinen lassen. Beim Essen dann mal wieder der Fehler mit dem Hühnerkopf, -bein,- flügelgericht (diesmal waren die anderen beiden in der Küche zum Bestellen). Zum Glück gabs auch Fleischspieße und die waren echt lecker.





Von meiner neuen Chinesischlehrerin haben wir jetzt auch endlich erfahren, was es mit den Fleisch- bzw. Knochengerichten auf sich hat: Die Chinesen sind davon überzeugt, dass das beste Fleisch jenes ist, was direkt am Knochen wächst. Daher knabbern sie mit Vorliebe an Beinchen, Flügelchen oder Köpfchen herum. Auch wenn man Gemüsegerichte mit Fleisch bestellt, sind die Fleischstückchen oft mit Knochen und Sehnen - seeeehr lecker für unsereiner.... Hühnerbrust oder Schenkelfleisch sind wertlos und daher im Restaurant kaum auf der Karte zu finden :(

Am ersten Augustwochenende dann endlich unsere lang geplante Huangshan-Wandertour


So mancher Bildband über China wird vom malerischen, dicht bewaldeten Huangshan geziert, dem wohl bekanntesten Berg des Reichs der Mitte. Etwa 500 Kilometer südwestlich von Shanghai im Süden der Provinz Anhui türmt sich das Gebirge mit seinen 77 Gipfeln mit Höhen zwischen 1321 und 1867 Metern auf. Der Tang-Kaiser Huanzong taufte es im Jahre 747 in Anlehnung an die Legende um den Gelben Kaiser: "Gelbes Gebirge". "Wer Huangshan gesehen hat", sagt ein chinesischer Spruch, "wird kein Bedauern mehr empfinden, andere Berge verpasst zu haben". Also dachten wir, nichts wie hin!


Schon die Anreise ist ein kleines Abenteuer: Über Peking sollten wir nach Tunxi fliegen.




Leider wurde unser Flieger wegen eines Unwetters auf einen anderen Flughafen umgeleitet, so dass wir spätabends 2 h im Ungewissen dort verbrachten ohne Info, wann und ob es noch weitergeht. Zum Glück konnten wir dann doch noch starten, so dass wir gegen ein Uhr nachts unser Hotel in Tunxi erreichten. Nach einer kurzen Nacht und chinesischem Frühstück (Sojamilch, deftige Gemüse und Fleischgerichte, Reissuppe, süsse Teilchen - wir testeten nur die beiden letzten und Paul bestellte Cola dazu) gings mit dem Taxi auf einer einstündigen Fahrt zum Eingang des Huangshan-Gebirges. Der Taxifahrer, derselbe der uns nachts vom Flughafen vom Hotel gebracht und geschäftstüchtig seine Dienste für die Fahrt zum Huangshan angeboten hatte, hat scheinbar vor dem Hotel genächtigt, um uns auf keinen Fall zu verpassen. Vorbei geht es an malerischen Dörfchen mit weißgekalkten Häusern, dazwischen Reis-, Tee- und Maisfelder mit Wasserbüffeln am Rand. Die Landschaft ist sattgrün - willkommen in Südchina. Am Horizont rücken die Berge immer näher. Mit meinem ausgereiften Chinesisch kann ich mit dem Taxifahrer über das Wetter (gerade nicht so gut), Alternativen bei schlechtem Wetter (wollten wir nicht) und die Rückfahrt kommunizieren und er organisiert uns doch tatsächlich unsere Busfahrkarten für die Rückfahrt (nach Nanjing - von dort wollten wir mit dem Flieger nach Shenyang zurück). Nachdem wir uns mit Wasser, Wanderkarte und Stock ausgerüstet haben, wollen wir endlich losstiefeln. Aber unsere Wanderwut wird leicht gebremst. Wir dürfen mit einigen Hundert Chinesen ersteinmal 2 h an der Seilbahn anstehen. Die Alternative wäre 3 h Treppensteigen gewesen und wenn ich mir die Ausrüstung der einheimischen Wanderer angucke, kann es so schlimm nicht werden. Manche sehen aus, als wollten sie zur Arbeit gehen. Mit Aktenköfferchen in der Hand, Anzug und Schuhen mit Absatz. Die Damen tragen gern höhere Absätze. Aber wir dachten, da wir oben noch genug Treppen und Steinwege vor uns haben, nehmen wir die Wartezeit lieber in Kauf.
Weiche Waldbodenwege sucht man dort leider vergebens. Alles ist gepflastert oder betoniert und daran halten sich auch alle Chinesen. Vor allem auf den Hauptwegen, die wir am ersten Tag zu unserem Hotel zurücklegen, kommt man sich deshalb vor, wie eine Ameise auf ihrem Hügel :) So treppensteigen und wandern wir also - einen Maiskolben als Wegzehrung in der Hand - dichtgedrängt mit den anderen auf den engen Wegen und sind überwältigt von der atemberaubenden Aussicht. Obwohl wir ein wenig Pech mit dem Wetter haben - kaum Fernsicht - können wir erahnen, was die Reiseführer mit bizarrer Bergwelt meinten. Wir schauen in abgrundtiefe Schluchten (nix bei Höhenangst) bestaunen fantanstische Felsformationen und verkrüppelte Kiefern, die sich in jeder noch so kleinen Felsspalte festkrallen und scheinbar aus dem Nichts heraus wachsen. Jeder Stein, jeder Fels, jeder Gipfel hat hier seinen eigenen poetischen Namen. Wir besteigen die Wolkenleiter, kommen vorbei am Schildkrötengipfel, dem wolkenzerstreuenden Pavillon und überqueren den glänzenden Gipfelpunkt. Leider sabbert inzwischen eine dicke Wolkensuppe um uns herum, dass wir außer den kleinen Glücksschlössern, die die Chinesen an jedes Geländer hängen, nichts sehen. Nach 3 Stunden erreichen wir unser Hotel und fallen erstmal in unsere Betten. Nach einer kurzen Erholungspause macht Paul sich noch einmal auf, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Ich bleibe lieber im Hotel und schone mein Knie, welches so gar nicht auf Steintreppen steht. Nach dem nicht erwähnenswerten Abendessen gönnen wir uns wie die anderen Chinesen auch eine deftige Fuss- und Beinmassage.



Wir sind bald die Attraktion im Massageraum: immer mehr Menschen versammeln sich um uns Langnasen und bestaunen meinen Babybauch und lachen über unsere Kommunikationsversuche. Obwohl wir im Hotel nicht die einzigen Nichtchinesen sind, sind wir wohl die einzigen, die sich zur Massage trauen...
Nach einer lauten Nacht (die Chinesen feiern bis tief in die Nacht und starten früh gegen 4.00 schon wieder zum Sonnenaufgang bestaunen) und schon wieder chinesischem Frühstück (Chinesen essen 3 warme Mahlzeiten am Tag - daher haben wir die Wahl zwischen deftig gefüllten Teigtaschen, Gemüse und Fleisch. Es gibt zwar auch Kuchenbrötchen, Butter, Marmelade oder Wurst und Käse sucht man allerdings vergebens.), starten wir in unseren zweiten Wandertag. Das Wetter hat sich etwas gebessert und wir sind schlauer geworden und suchen uns abseits der Hauptattraktionen unsere eigenen kleinen, einsamen, Aussichtspunkte. Hier begegnen wir nur noch ab und zu kleinen Wandertrüppchen. Leider kündigen diese sich immer schon von weitem mit Mikrophon und Reiseleiter an. Kein Wunder das Chinesen so viele meditative Sportarten machen, beim Wandern können sie schließlich nicht entspannen: sie suchen immer die Gegenden mit den meisten Menschen aus und rennen dann laut rufend (man muss ja das Echo austesten) und mit Megafon bestückt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Keine Spur von asiatischer Zurückhaltung. Sie lachen und schnattern wie die Gänse vor lauter Naturbegeisterung. Jeder will vor dem Gebirgsspektakel fotografiert werden, lehnt sich dabei möglichst weit über das magere Geländer, macht ein Foto und rennt weiter... Um mein Knie zu schonen, machen wir mit der Seilbahn einen Abstecher nach unten ins Tal: endlich allein, stromern wir durch einen lichtdurchfluteten Bambuswald. Hier ist es auch nicht gerade still, aber wenigstens kommen die Geräusche aus der Natur. Ich wüsste aber zu gerne, wie groß Grillen sein müssen, um Krach wie in einem Sägewerk machen zu können. Bald darauf stossen wir auf den ersten der berühmten Drachen-Pools. Das einladende türkisblaue, kühle Nass lässt uns dann auch ganz schnell Bikini und Badehose auspacken und alle Badeverbote ignorieren. Die Abkühlung war auch wirklich nötig, denn hier unten im Bambuswald ist tropisches Klima und die T-Shirts kleben am Körper. Auf dem Berg war es bedeutend kühler und so sehnen wir uns bald darauf dahin zurück, als wir den weiten, nicht enden wollenden Weg duch den Bambuswald weitergehen. Aber irgendwann nach einer oder zwei oder gefühlten drei Stunden kommen wir wieder auf einer Fahrstraße an. Ein Reisebus voller Chinesen nimmt uns dann freundlicherweise den Weg zurück zur Seilbahn mit. Denn Abend verbringen wir mit Picknick auf dem "Purpurrote Wolkengipfel" und genießen die Aussicht. Leider zieht kurz vor Sonnenuntergang ein Gewitter auf und so flüchten wir wieder zurück ins Hotel.
An Tag 3 müssen wir leider auch schon wieder unsere Heimreise antreten. Da unser Bus erst um 14.00 im Tal startet, können wir hier oben noch eine schöne Rundwanderung machen bevor wir den Rückweg antreten. Endlich haben wir strahlendblauen Himmel und tolle Weitsicht. Also machen wir uns auf zum Löwengipfel, zum übers Meer blickenden Affen, zur kühlen Terrasse ....Für den Abstieg disponieren wir angesichts der 3-stunden-langen Warteschlange an der Seilbahn kurzfristig um und entschließen uns trotz eingeschränktem Knie den 7 km langen Treppenabstieg zu versuchen. Auf dem Weg müssen wir zahllosen Trägern ausweichen, die von Wasser über Hotelbettwäsche und -handtücher, Lebensmittel wie Eier, Gemüse, gefrorenen Fisch bis zu Marmorplatten für den Hotelbau alles mögliche nach oben schleppen und zwar im gleichen Tempo wie ich nach unten unterwegs bin - also ca. 2 Stunden (ob der Fisch dann noch gefroren war...?). Diese Arbeitskräfte müssen so billig sein, dass es sich nicht lohnt, die Seilbahnen für den Transport zu nutzen.
Unten angekommen gönnen wir uns noch ein schnelles Mittagessen bevor wir in den Reisebus voller Chinesen steigen um in 5 Stunden nach Nanjing zu fahren. Leider haben wir den Platz vor dem Schnarcher erwischt, so dass an Schlafen nicht zu denken ist. Also genießen wir die Aussicht und dösen vor uns hin.
Von Nanjing aus gings dann mit dem Flieger nach Shenyang zurück so dass wir spät nachts wieder in unserem Hotel hier waren. Nach dem Hotel im Gebirge waren wir froh endlich wieder "zuhause" zu sein und in "unseren" Betten zu liegen...
Nach so viel Wanderabenteuer haben wir die vergangenen 2 Wochen etwas ruhiger in Shenyang verbracht.

So, genug für heute - Paul müsste jetzt auch jeden Moment von seinem Manager-Workshop zurück sein und dann darf er Babybetten begutachten :)
Seid alle lieb gegrüßt von Sonja und Trampelchen inside

Neuer Gastblogger auf Pachulkes Weblog

Das ist ja irre. Jetzt haben wir hier bereits zwei Blogger aus China.

Derzeit noch anonym und nur zitiert und zusammengefasst, werden hier bald spannende Berichte eines (sehr intelligenten und reifen) 16jährigen erscheinen.


Er macht derzeit fast jeden morgen im Park mit einer Menge freundlicher alter Männer und Frauen Tai Chi und Kung Fu.
Einige der Stilrichtungen sind dem selber Tai-Chi und Kung Fu betreibenden noch nie untergekommen.
In der Stadt in der er zuerst wohnte gab es nicht viel Grün und nur sehr wenige Tiere

Jetzt wohnt er in einer anderen Stadt und da ist in jedem Wohndistrict ein park/garten eingegliedert. Dort hat er sich eine wilde Gottesanbeterin gefangen und diese nun in seinem aus deutschland mitgebrachtem 2liter Bierkrug transportiert!

Sie ist etwa doppelt so gross wie alles was er bis jetzt in deutschland gesehen hat, was auch daran liegen könnte, dass es in China doppelt so heiss ist und doppelt so viele Insektenarten gibt wie in Deutschland.
Heute hatte er milde 38C und die City war mal wieder uebervoelkert! Selbst wenn du hier irgendwo am Rand durch eine kleine verlassene Gasse schlenderst (die sind aus irgendeinem Grund immer mit Pfuetzen Gepflastert), von denen es hier neben den gfigantischen Shopping-malls zu hauf gibt, bist du immer mindestens zu dreissigt und als LaoWei(auslaender) immer im Mittelpunkt der aufmerksamkeit.
eine 2liter Cola kostet hier 50cent und eine Packung Taschentuecher 1,20Euro... warum? ... er hat schon nachgefragt... weiss keiner... kauft auch keiner!

Mittwoch, 29. August 2007

Google-Mail und warum det manchmal so lange dauert....(Gmail: Behind the Scenes [Final Cut])



via BLOGPILOTEN

Karikaturenstreit zum Zweiten - Diesesmal in Schweden?

Der Schwede Lars Vilks veröffentlicht auf seinem Weblog Bilder des Propheten Mohammed, als "Rondellhund"

Blogmelancholie breitet sich aus - zu recht?

Don Dahlmann macht eine Pause.
Spreeblick reagiert darauf
Blogscout hört auf.

...Alle weinen.



Beginnt jetzt das große Blogsterben?



Was ick witzig finde ist, dass Don Dahlmann sich vor gerade einmal einen Monat noch ganz anders angehört hat:
Auf die Frage in der Blogsprechstunde von politik-digital und den Blogpiloten:
"Hat sich die Blogoshäre in den letzten Jahren verändert?"

antwortet Dahlmann:

"Ja, das hat sie. Sie ist definitiv interessanter geworden, weil immer mehr Menschen interessante Dinge in immer mehr Blogs schreiben. Dazu kommt, dass die Blogosphäre politischer geworden ist. Es ist schon erstaunlich, was sich da im letzten Jahr allein getan hat. Blogs machen sich die Mühe, die klassischen Medien zu hinterfragen, aber sie machen auch aufmerksam, was sich in der Politik so tut. Ohne Blogs würden wir wahrscheinlich nicht die Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung haben. Auch beim G8 Gipfel hat man gesehen, was Blogs im Sinne einer politischen Berichterstattung abseits der Medien, die sich nur auf dpa- Meldungen verlassen, leisten können. Allein beim G8-Gipfel sind mehrere Falschmeldungen auf Grund von Blogrecherchen aufgeflogen. Ich hoffe, dass sich dieser Trend auch weiter fortsetzt."

und jetzt - einen Monat später - hört sich das bei Dahlmann alles so an:

"Vielleicht liegt meine momentane Abneigung gegenüber der Blogosphäre auch daran, dass ich a) in diesem Jahr ein wenig überarbeitet bin und b) ich eben schon so lange dabei bin. Jedenfalls wundert mich der Zustand und der Umgangston in der deutschen Blogszene. Es gibt einfach zu viele Leute, bei denen man den Gedanken hat, das von Matt und Jörges vielleicht doch Recht hatten. Und es sind zu viele Blogs wie f aufgetaucht, dessen Inhalt anscheinend einfach nur darin besteht, sich als Held darzustellen, um den Menschen mal zu erklären, wie es richtig funktioniert, alleine aus dem Grund, um sich über andere zu stellen zu können. Und es sind zu viele Blogs aufgetaucht, in denen es nur noch darum geht zu nörgeln. Ich habe ca. 250 Blogs deutschsprachige Blogs abonniert, und in vielen geht es zu, wie am Reklamtionsschalter eines schwäbischen Möbelhauses. "Da ist Farbe abgeplatzt!", "SIE HABEN EINE NUSS ZU WENIG GELIEFERT!!!1!", "Das nennen sie ein Spaltmaß?". Es wird genörgelt und es werden andere Blogger mal offen, mal weniger offen beschimpft. Meist mit dem Ziel, mal wieder selber ein paar Klicks zu bekommen. Es geht vielen nicht mehr Austausch, sondern nur daraum eine Meinung zu postulieren und wenn dafür jemanden ans Bein pinkeln muss, dann ist das eben so und der andere hat es auch nicht besser verdient."

und das irre ist:

Irgendwie hat der Don recht.

Det nennt man dann Dialektik. Zwei sich widersprechende Aussagen so in Beziehung zueinander setzen, dass sie eene Bewegungsform finden, in der sie gleichzeitig existieren können.

(Bildquelle: Flickr_Shelley Robinson)
„Es ist z. B. ein Widerspruch, dass ein Körper beständig in einen anderen fällt und ebenso beständig von ihm wegflieht. Die Ellipse ist eine der Bewegungsformen, worin dieser Widerspruch sich ebenso sehr verwirklich als löst.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 118f.

(ooops...jetzt habe ich meine politische Herkunft geoutet....so ein Pech aber auch)


so ein wenig bringt es Don Dahlmann in einem Interview aus dem Jahr 2006 (dieweltistscheisse.de)auf den Punkt:

"Das jetzt so viele bloggen, ist auch eine Mode Erscheinung. Ich glaube, dass ist die dritte im Internet. Die ersten waren “Homepages” mit schrecklichen Buttons und gif Animationen. Musste Ende der 90er auch jeder haben und es gab damals auch schon Communitys wie “Bleepworld”, die das zum Geschäftsmodell hatten. Dann kamen die Foren schwer in Mode. Jeder musste ein Forum haben, in dem er sich mit anderen über dies und das ausgetauscht hat. Als das langweilig wurde, kamen die Blogs. Von den tausenden Blogs die heute entstehen, werden die meisten in einem Jahr wieder geschlossen sein. Die Individualisierungsmachine wird was Neues finden. Man muss da auch zwischen denen unterscheiden, die einfach mal so bloggen, weil es gerade alle machen, und denen, die ein echtes Anliegen nach außen tragen wollen, bzw. eine Plattform für ihre Literatur oder ihre journalistische Arbeit suchen."

Bundes-Trojaner: Spiegel berichtet über "Fortschritte" in der Online-Durchsuchungen


Schäuble-Antworten auf Anfragen des Bundesjustizministeriums und der SPD-Bundestagsfraktion gewähren tiefere Einblicke, berichtet der "Spiegel".

Pachulke macht den Bionic-Test (via Ehrensenf)


See What You're Made Of - Visit The Official Site

Animationsfilm aus den 70ern (via Ehrensenf)

Ja....auch ohne Computeranimation kann man janz wunderbare Filme machen.

Dienstag, 28. August 2007

Pachulkes Weblog vor Friedbert Pflüger sein Weblog



Das freut das gemeine Bloggerherz.
Erst heute auf det Blog vom Friedbert aufmerksam geworden und schon liege ick bei der Abfrage von "Weblog" + "Pflüger" in Google vor seinem Weblog.

Pflüger schlägt die harte Welle des Flamings ins Gesicht


"Ich finde manche der Kritiker in den Blog-Kommentaren maßlos. Sie schütten das Kind mit dem Bade aus. Und schließlich: Die fundamentalen Kritiker schaffen sich ein schönes Alibi zum Nichtstun. Meckern und beschimpfen im Internet! Das könnt Ihr gerne tun. Das halte ich aus. Aber besser wäre es doch: Mitzumachen in der Politik und zu verändern!"
(Quelle: Weblog von Friedbert Pflüger


Auf der einen Seite geb ick Herrn Pflüger recht: Mir jeht dieset ewige Jemaule im Netz, in den Kommentaren und Foren auch jehörig auf den Zeiger.

Auf der anderen Seite zeigt seiner Reaktion, dass er sich mit den Jepflogenheiten det Internets noch nicht so richtig auskennt.

Find ick jedenfalls.
Det was er da moniert, is flaming. Und wie man mit Trollen und ihren Weggfährten umzugehen hat, lernt man mit der Zeit.

Eines sagt mir aber seine Reaktion auch noch.
Offenbar is et wirklich er selbst, der sich hier an uns User wendet.

Pflüger blogt im schwarzen Blockg




Ick habe so eene Ahnung, dass det noch ein Heidenspaß wird mit dem blogenden Pflüger.
Enn jewissen Sinn für Humor zeigt er auf jeden Fall schon mal bei der Wahl des Blogtitels: Schwarzer Blog



Ob er diesen Humor auch bei seinen Beiträgen behalten wird, muss sich noch zeigen.
Was den Humor betrifft haben sich in der Vergangenheit schon andere CDU-Politiker daran versucht.
Helmut Kohl beispielsweise hat mal - ick gloobe et war in der TAZ - selber für sich mit det Konterfei einer Birne jeworben und sich damit selber auf die Schippe jenommen.

Ick werde gleih mal bei Pflüger einen wohlwollenden Kommentar hinterlassen.

Montag, 27. August 2007

Click on the mixer to play and remix my song!
Check out www.JamStudio.com :)

Die Blogosphäre trauert um Blogscout

Er ist von uns gegangen.

Obwohl mir Google Analytics die Daten über mein Blog viel detaillierter und schöner und professioneller und überhaupt darstellt, war ich ein absolut treuer Kunde von Blogscout.

Nun hat Dirk Olberts keinen Bock mehr unter anderem deshalb, weil einige versucht haben, sich durch Manipulation in seinem Ranking nach oben zu schummeln.

Ich habe das nicht getan war aber dennoch in den letzten Wochen wundersamerweise unter die TOP 100 gerutscht.

Ausgerechnet jetzt ist schluss....

Mir ist zum Heulen zumute.

Aber Dirk wird seine guten Gründe haben.

Alles gute Dirk!

Und wieder mal Musik

Schattenspiele (via Ehrensenf)


GREAT Shadow Puppetry - Click here for more blooper videos

Anstehen für Brötchen in Hamburg



Sowat haste nicht jesehen...
ein zujejebenermaßen echt erstklassiger Bäcker wird von der Hamburger Chiceria damit belohnt, dass die sich dazu herablassen, für ihre morjendlichen Brötchen a) durch die jesamte Stadt zu fahren und sich b) in eine lange Schlange eingliedern und brav warten, bis sie von den ebenfalls zujejebnermaßen sehr freundlichen Anjestellten der Konditorei bedienen werden.

Wochenende in Hamburg

(ick habe gleih mal det neue Feature von Blogger.com jenutzt: Videos ohne Umwege direkt ins posting hochladen: Großartig! Jefällt mir ausserordentlich)


Und hier Photos vom Wochenende.










Nazi-Propaganda auf Youtube & Co

Ich werde das jetzt nicht verlinken.
Aber es ist ekelhaft, was da an volksverhetzerischen Inhalten zu finden ist.
Keine Ahnung wie damit umzugehen ist.
Macht doch mal Vorschläge.

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Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.