Seit meinem letzten posting ist zwar kaum Zeit vergangen, aber ich hatte ein ereignisreiches Wochenende in Singapur. Außerdem wollte ich den Eindruck einer Kreuzfahrt (bei 30° Sonnenbaden, Pool usw.) zerstreuen.
Also Mittwoch auf Donnerstag ganz kurze Nacht weil ..... egal, Donnerstag auf Freitag die Nacht durch gearbeitet, Freitag auf Samstag sind wir Nachts in Singapur eingelaufen. Es ist also Samstag ganz früh. Wie müssen innerhalb Singapurs noch einmal den Liegeplatz wechseln. Sprich früh aufstehen, losmachen und kurze Zeit später wieder festmachen. Danach sofort an Land. Nach den üblichen Angelegenheiten (Burger King, Elektrogeschäfte, Internet) war Zeit für etwas Kultur. In Chinatown gibt es ein Museum, wo man sich die Lebensumstände der Chinesischen Immigranten im 19.Jh ansehen konnte. Die Lebensumstände waren wirklich Katastrophal. Den Platz den ich an Bord zu zweit habe (was wirklich nicht viel ist) hatten damals vier Menschen. Eine Küche für ein Haus und nur wenige Toiletten. Dann Opium, organisiertes Verbrechen, Glücksspiel, Prostitution.
Aber das Viertel hat sich gemacht. Was ich in einem ausgedehnten Spaziergang sehen konnte. Eine ruhige Gegend, mit Mehrfamilienhäusern, durchzogen von kleinen Parks. Abends bin ich dann wieder ins Zentrum, an den Singapur River gefahren. Dort habe ich mich mit Kollegen in einem Brauhaus getroffen. Selbstgebrautes Bier, leckere Pizzas, , einen tollen Ausblick auf den Singapur River und Rugby. Jedenfalls im Brauhaus konnte ich dann die “Six Nations“ -Begegnung „Irland – Schottland“ verfolgen, was das absolute Highlite des Abends war. Irland hatte Glücklicherweise auch gewonnen, wenn auch knapp. Keine fünf Minuten Fußweg vom Brauhaus entfernt war ein Club, den wir eigentlich in einer großen Gruppe besuchen wollten. Letztendlich waren wir zu zweit als wir ankamen, gegen 11Uhr war noch relativer Totentanz. Wir standen etwas unter Zeitdruck, weil wir spätestens um 2 Uhr auf dem Schiff sein mussten. Wir haben also unsere Freigetränke genossen und hatten einne wirklich gute Zeit. 1 Uhr wollten wir spätestens raus. 1 Uhr 15 steigen wir in ein Taxi. Der Fahrer erklärte uns, dass alles kein Problem sei. Alle anderen Taxifahrer fahren zu falschen Eingängen am Hafen aber er kennt den richtigen Weg. Nicht mehr ganz zurechnungsfähig haben wir seinen Reden geglaubt. Er hat uns auch an einem Punkt raus gelassen, wo ein Gate zu sein schien. Dahinter war sogar unser Hafen zu erkennen. Der Taxifahrer nimmt sich dreist 5 Sin$ Trinkgeld und haut viel zu schnell ab. Nun musste ich feststellen, dass das Gate geschlossen war. In einem nahe gelegenen Laden haben wir nach dem rechten Weg gefragt und rennen darauf los. 30 Minuten hatten wir noch. In die Richtung, in die wir geschickt wurden sind wir auf ein paar pausierende Polizisten getroffen. Noch mal nach gefragt, schicken sie uns wieder zurück. Der knappen Zeit bedenkend laufen wir los, als ob es kein Morgen gäbe. Total fertig waren wir auch zwei Minuten vor Ablauf unserer Frist an Bord um dort gesagt zu bekommen, dass es Sonntag um 9 Uhr los geht. Ich hätte den Kahn versenken können. Jedenfalls habe ich noch einen Ausbilder getroffen, mit dem habe ich mich noch eine Weile unterhalten, bevor ich ins Bett bin. Am nächsten Tag habe ich dann nach dem Auslaufen mit meinen ganzen Mitbringseln aus Singapur gespielt. Ein Bügeleisen, Computerzubehör, ein Rugbyjersey und einen Weitwinkel für meinen Fotoapparat. Morgen wartet nun wieder die Feile für ganze vier Wochen auch mich. Ich hoffe auf bedauern. :-D
LG
Franz