Dienstag, 3. Juli 2007

Der Fall Abdul Üztürk zum II.

Ein sehr lieber Freund meinet Alter Ego hat mich darauf aufmerksam jemacht, dass et extrem missverständlich sein kann, wat ick über den Fall Abdul Üztürk von mir jejeben hat.
Da dieser Freund nach eijenen Anjaben eher old-school-mäßig unterwegs ist, hat er mir eene direkte eMail jeschrieben, wat icke wiederum nicht old-school-mäßig, sondern volle Kante gentlemanlike, nachvollziehbar und richtig finde.

Danke!

Et jeht darum!:
Mein Freund verwies bezüglich meines Beitrags zum Fall Abdul Üztürk darauf, dass ick den Eindruck erwecken würde, dett ick davon ausjehe, dass Jugendliche türkischer oder auch nicht türkischer Herkunft von deutschen Richtern in eine Gemeinschaftszelle jesteckt werden würden, in der unsägliche Bedingungen herrschen würden, in etwa so wie in die Jefängnisse in der Türkei.
Det vorausjesetzt, könnte man nun den Eindruck erhalten, dass ick wiederum die Zustände in türkischen Jefängnissen auf irjendeine Art Jut heissen würde.

Wat wirklich war und wat wirklich von mir intendiert war!


1. Ich habe Original-Zitate aus dem „Spiegel“ und aus der „BILD-Zeitung“ übernommen und dabei lediglich den festgenommenen Deutschen in der Türkei mit einem festgenommenen Türken in Deutschland ausgetauscht. (Einzije Modifikation war, dass et sich „nur“ um eine Untersuchungshaft handelt. (Aus eijener Erfahrung weess ick, dass man in U-Haft nicht alleine sondern mit mind. einem Mitjefangenen auf Zelle ist - daher also der Vergleich. Dennoch muss ick hier selbstverständlich einschränkend hinzufüjen, dass der Vergleich mit türkischen Jefängnissen, die ich glücklicherweise noch nie von innen habe sehen müssen, extrem hinkt.

DIE RECHTSSTAATLICHKEIT HINTER TÜRKISCHEN GITTERN HÖRT OFFENSICHTLICH EXAKT DORT AUF:
NÄMLICH HINTER TÜRKISCHEN GITTERN.



2. Meine Intention war aber nicht türkische Gefängnisse mit deutschen Gefängnissen zu vergleichen, sondern

a. deutsche Medienberichterstattung über türkische Delinquenten in Deutschland im Vergleich zu
b. deutscher Medienberichterstattung über deutsche Delinquenten in der Türkei

zu beleuchten.

Ick wollte, dass ihr - liebe Leser – Euch anhand det Austauschs der Nationalität der Delinquenten Euch fragen tut, wie hätte eijentlich die Bild-Zeitung oder der Spiegel berichtet, wenn sich die Sache unter besagten umjekehrten Umständen in Deutschland zujetragen hätte?
Wie hätten jewisse CDU-Politiker reagiert, die jetzt den Stop der Türkei-Beitritts-Verhandlungen zur EU fordern (völlig unabhängig davon, ob man nun dafür ist oder nicht)
Wie hätte Steinmeier (SPD) reagiert, wie Henrik M. Broder.

Im Übrijen:
Wenn mein Sohnemann in einem türkischen Knast landen würde, würde ick ihn mit der Kalaschnikow in der Hand versuchen, da wieder rauszuholen.

So weit meine individuelle, meiner persönlichen Ansicht nach moralisch jerechtfertigte Vorjehensweise.

Rechtsstaatlichkeit beinhaltet det denne aber, dass ick dann nach dem ick meine Sohn aus den Klauen des Bösen befreit habe, rechtskräftig für diese Selbstjustiz verurteilt werden---- in der Hoffnung auf mildernde Umstände.

Also noch mal zusammenjefasst:

Ick verurteile natürlich auf´s Schärfste die Bedingungen in türkischen Knästen
Ick verurteile auch die Vorverurteilung von Festgenommenen vor der endgültigen Urteilsverkündung.

Ick verurteile aber auch die Medienberichterstattung, die zumind. im Fall der Bild-Zeitung oft mit zweierlei Maß misst, je nachdem welche Nationalität ein Straf- oder auch nicht Straftäter hat.

Ick fordere jeden dazu auf (einschließlich mich selbst) einmal in sich zu gehen, und sich zu fragen, wie er den beschriebenen Fall aufgenommen hätte, hätte er sich so zujetragen, wie ick et in der Modifizierung der Bild- und Spiegel-Artikel darjestellt habe.

Johannes-Evangelium


8,1 Jesus aber ging zum Ölberg.


8,2 Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.


8,3 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau zu ihm, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte


8,4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden.


8,5 Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?


8,6 Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.


8,7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.


8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.


8,9 Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand.


8,10 Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt?


8,11 Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.


und damit ick hier nicht schon wieder falsch verstanden werde:

Et jeht mir nicht darum det Verhalten der Türken oder von Marko W. oder von der Britin oder sonstewem jegeneinander aufzurechnen, zu rechtfertigen oder sonstewas:
Mir jeht et ausschließlich darum, darauf aufmerksam machen zu wollen, dass et unter Umständen Sinn machen könnte, seine eigenen Einstellungen gegenüber dem Handeln bestimmter Bevölkerungsgruppen, bzw. Menschen bestimmter Nationalität zu hinterfragen.
Dafür war der Austausch der Rollen in den zitierten Texten jedacht. Für nix anderet!


Mein Bekannter empfahl mir folgenden Text, den ich Euch nicht vorenthalten will:
HIER klicken.

und ick wiederum empfehle diesen Text (HIER klicken), der wiederum dazu aufruft unserer Urteile über die gesellschaftlichen Zustände in anderen Ländern, von denen wir nur aus den Massenmedien erfahren, zu überdenken.

Ick wees nicht – intuitiv gloob ick, daran, dass die Zustände in den türkischen Gefängnissen exakt genau so drastisch sind, wie sie beschrieben werden und die Menschenrechte mindest hinter den Gittern und - wenn ick mir die Lage der Kurden anschaue oder das Verhalten gegenüber Orhan Pamuk - ooch vor den Gittern mit den Füßen jetreten werden.

Andererseits erinnere ick mir an Aussajen derselben Massenmedien im Vorfeld det Irakkriegs über Zustände, die sich im Nachhinein als Lügen entpuppt haben. Man erinnere nur an das Brutkasten-Märchen, wonach irakische Soldaten in einem kuwaitischen Krankenhaus 15 Babys aus Brutkästen gerissen, auf den Boden jeworfen haben sollen und dort sterben gelassen hätten. Später stellte sich heraus, dass et sich bei der Frau, wo det behauptet hatte, um die Tochter von Saud Nasir al-Sabah, dem kuwaitischen Botschafter in den USA jehandel hatte. Det Mädchen war von einer Agentur professionell als Zeugin aufgebaut worden. Weitere Ermittlungen ergaben, dass kuwaitische Ärzte offensichtlich jelogen hatten und die vorgeblich entwendeten Brutkästen an ihren Plätzen standen. Et wurde ooch recherchiert, dass Ermittlungen stattgefunden hatten, mittels derer ermittelt worden war, welche Meldungen Menschen besonders erregen würde. Ergebnis: Die befragte Bevölkerungsgruppe reagierte sehr heftig auf Baby-Greuel-Taten. Die Propagandalüge wurde 1992 widerlegt.


Sorry...aber an wat soll ick eijentlich noch glooben?

Euer Pachulke

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