Samstag, 17. Februar 2007

Landgang vorbei - Seemann Franz ist wieder auf See

bzw. auf der Elbe..

Moin,

Lang war der Urlaub. Aber das Lotterleben hat nun endlich ein Ende. Nach dem ich
im Winter auf der Frankfurt Express war, ein 25 Jahre altes Schiff, dass ca.
3.200 TEU (normale Container) laden kann, bin ich jetzt auf der Chicago Express.
Das ist das größte Schiff der Hapag Lloyd Flotte und gerade mal ein Jahr alt.
Sie kann bei nahe dreimal mehr Container laden. Ich komme mir hier vor, wie auf
einer anderen Welt. Der Maschinenraum ist beinahe Kalt. Die Luft riecht normal
und vor allem ist es unglaublich sauber. Nirgends findet man Schwerölflecken. In
der Bilge (unterste Ebene auf dem Schiff, in dem sich aus Leckagen tropfendes Öl
und Wasser sammelt) kann man quasi vom Boden essen.
Die Brücke besteht hauptsätzlich aus Computern und Monitoren, an denen man
sämtliche relevanten Informationen zusammentragen kann. Die Seekarte ist
vollkommen elektronisch und mit dem Radar gekoppelt.

Los ging meine Reise Dienstag Nachmittag mit dem ICE von Berlin nach Hamburg. In
der Hansestadt habe ich mit Kollegen in der Seemannsmission geschlafen um am
nächsten morgen mit einem Taxi zum Container Terminal Altenwerder zu fahren. Der
Taxifahrer hat das Fahrziel anfangs nicht verstanden also sind wir erstmal 30 Km
Richtung Hannover auf der Autobahn gefahren. Pünktlich angekommen sind wir
dennoch.
An Bord ging es sofort los mit einem Rundgang durch das Schiff. Anschließend
haben wir Wasser geschleppt. Auf diesem Schiff kann man das Wasser nicht mit dem
Kran zum Deck des Wasserstores hieven. Es wurde also eine Azubikette über drei
Decks gebildet.
Am nächsten Tag ging es los mit einer Sicherheitseinweisung, nach der wir mit
der Arbeit in der Ausbildungswerkstatt begonnen haben.
Aus Hamburg ausgelaufen sind wir nach dem Abendbrot. Die Elbe runter haben wir
dann alle abwechselnd gesteuert. Mein Versuch den Koloss durch das schmale
Fahrwasser zu steuern war ein Desaster. Ich bin anfangs sehr deutlich vom Kurs
abgekommen. Der Lotse hat aber sehr cool reagiert und mich bis zur zielsicher
manövriert. Fertig mit Steuern war ich 23:00 Uhr. Meine Arbeit am nächsten
Morgen begann 04:00 Uhr mit einer Brückenwache. Der Wachhabende Offizier war
deutscher. Von daher konnte ich viele Fragen stellen, die auch beantwortet
wurden. Was cool war, war die Ballasttanks des Schiffes umzupumpen. Aufgrund des
geringen Wasserstandes der Elbe durften wir 13 Meter Tiefgang nicht
unterschreiten. Wir haben über 200 Container in Hamburg stehen lassen. Wegen
dieser Problematik war das Schiff sehr instabil, was wir durch das umpumpen
ausgeglichen haben. Nach der langen Nacht habe ich noch zwei Stunden in der
Werkstatt gearbeitet und erfreue mich vieler freien Stunden. Heute Nachmittag
geht’s dann ab 04:00 Uhr weiter. Diese Nacht laufen wir noch in Rotterdam ein,
wo hoffentlich ein Landgang raus springt
Die Reise verspricht lehrreich zu werden und spaß zu machen.

Bis dahin, liebe Grüß

Franz

2 comments:

Anonym hat gesagt…

Hallo Franz! (Pachulke - leitest du das weiter?)
ist immer sehr spannend von dir zu lesen - mach auf jeden fal weiter! vielleicht auch mal mit foto?
beste grüsse und immer ne handvoll wasser unterm kiel!
clemens

Herman Pachulke hat gesagt…

ach, det find ick aber nett. Det jeb ick auf jeden weiter... das freut der sich. Und bilder hah ick och in Petto, muss nur noch mal in eener ruhigen Minute meine Festplatte durchforsten. Franz hat mir bestimmt 20 Bilder auf die Platte jespült.

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